Basels Trampläne sollen weiter vorangetrieben werden
- 24. Jan.
- 2 Min. Lesezeit
Basels verfügt über ein ausgezeichnectes Tramnetz, das aus 13 Linien aüf eine Streckenlänge von 79 KM besteht. Die Trams verkehren in der Regel mit 7-Minuten Takt, und fahren über die Grenzen nach Frankreich und Deutschland.
So sieht das Netzwerk heute aus.

Alle Tramlinien fliessen im dicht besiedelten Stadtzentrum zusammen, wo sich mehrere Linien die Gleise teilen. Dies stellt sicher, dass die Fahrgäste das Stadtzentrum ohne umsteigen erreichen können, heisst aber auch, dass die Tramgleise in der Innenstadt überlastet sind. Da der zentrale Sctreckenabschnitt seine Kapazitätsgrenzen erreicht hat, müssen Trams in der Innenstadt etwas langsamer fahren, und es gibt keinen Spielraum die Taktfrequenz einer Linie zu erhöhen ohne den Service auf anderen Linien zu reduzieren. Darüber hinaus ist der zentrale Streckenabschnitt ein grosses Risiko - kommt es dort zu Störungen, muss fast der gesamte Tramverkehr der Stadt umgeleitet werden
Der Kanton plant nun einige neue Streckenabschnitte aufzubauen um die Innenstadt zu entlasten und die Züverlässigkeit der Trams zu erhöhen. Zusammen heissen diese Projekte, die ich unten dargestellt habe, Tramnetz 2030.

Nach alle Projekte fertig sind, wird das Netzwerk so aussehen.

Dies ist aus meiner Sicht ein guter Plan, was viele betriebliche Flexibilität anbietet ohne massive Infrastrukturausbau.
Ich bin aber der Meinung, das Basel viel mehr machen könnte um die fehlende Verbindungen zu erschliessen sowie das gesamt Netz zu erweitern. Also, um etwas Spass zu machen, habe ich meine Gedanken dazu skizziert. Vielleicht eine Vorschlag für Tramnetz 2040 (?).
Zuerst - der Kanton Basel-Stadt hat tatsächlich bereits einen „nächsten Schritt“ in Planung: eine neue Tramlinie in das Bachgraben-Areal. Dort haben sich zahlreiche Pharma-Unternehmen angesiedelt, und das Gebiet ist in den letzten 10 Jahren massiv gewachsen. Es ist zwar noch nicht offiziell, aber ich gehe davon aus, dass diese neue Strecke – wie unten dargestellt – Teil der Linie 21 werden wird.

Ich bin mir nicht sicher, ob das eine sinvolle Idee ist. Die meisten Pendler, die im Bachgraben Areal arbeiten, kommen aus der gesamten Region und nicht nur aus dem Sankt Johann Areal, wo diese neue Linie anknüpfen würde. Dieser Vorschlag scheint für mich als die ‚bequeme Lösung‘ - der günstigste und einfachste Weg, um ein Tram zu bauen, das das Gebiet technisch gesehen erschliesst –, anstatt die richtige Wahl zu sein
Wenn es nach mir ginge würde ich diesen Vorschlag verwerfen und statdessen eine Abzweigung der Linie 6 unter dem Bachgrab bis im französischen Dorf Hégenheim tunneln, was auch ein wichtiger Pendlerort ist. Dies würde eine direktere Verbindungen zwischen Bachgraben und der Innenstadt anbieten, und es den Menschen ermöglichen, das Areal von anderen Linien und mehrere Orten zu erreichen.

Meinen Vorschlag wäre, die Linie 11 weiterhin bis in den franzosischen Dörfer Saint Louis und Huningue zu verlängern. Somit würden die grösste Gebiete der Stadtregion, die noch keine Tramverbindungen verfügen, erschliessen. Auch lohnt es sich, eine neue Linie durch den Roche-Campus zu führen, der eines der grössten Beschäftigungsgebiete der Stadt ist.“
Mir ist bewusst, dass eine solche ‚kartenbasierte Planung‘ oft zu leichtfertigen Entscheidungen führt, aber ich halte diese drei Projekte für gerechtfertigt. Sie würden jeweils zentrale Lücken im bestehenden öffentlichen Verkehrsnetz schliessen und damit dazu beitragen, den öffentlichen Verkehr für mehr Menschen attraktiver und nützlicher zu machen. Das sollte meiner Ansicht nach immer das Ziel sein.


